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Bericht des Rennleiters über das fünfte Wagenrennen in Reisenbach
am 28. und 29. November 2009

Text von Arno Steichler,
Bilder von Bernd Spring und Thomas Gerbracht

Reisenbach hat wieder mal Wort gehalten - Reisenbach ist immer eine Reise wert. Rundum zufrieden zeigten sich am Sonntagabend die Veranstalter (Baden-Württembergischer Schlittenhundesportclub und Sportverein Reisenbach) über das zurückliegende Wochenende und den Verlauf des 5. Schlittenhundewagenrennens.

Aber was noch viel wichtiger war: man sah in hunderte glücklicher Hunde- und Musheraugen. Die anwesende Tierärztin Daniela Bigalke hatte erfreulicherweise überhaupt keinen Einsatz und die Rotkreuzsanitäter mussten lediglich einen Velomusher mit einer harmlosen Verletzung behandeln, als dieser für kurze Zeit die Bodenhaftung verlor.

Über 100 Meldungen im Vorfeld, darunter zahlreiche große Gespanne, waren wieder Ausdruck der Streckenvielfalt und Gastfreundschaft, die Reisenbach zu bieten hat. 6,3 km für Läufer und 2-4 Hundeklassen, 8,3 km für Velo- und 6-Hundeklassen und 10 km für die 8-Hunde- und die Offene Klasse haben nicht viele Veranstalter zu bieten. Anspruchsvolle Trails, die Musher und Hunden so einiges abverlangen, ohne ihre natürliche Schönheit zu verlieren.

Die Anreise der Musher erfolgte donnerstags bzw. freitags vor dem Rennen. Ab 19.00 Uhr war Startnummernausgabe im Reisenbacher Sportheim, das neben dem Stakeoutplatz liegt. Mindestens 250 Plätze bietet das Sportheim und bereits am diesem Abend waren die meisten Plätze besetzt. Rippchen mit Sauerkraut und Odenwälder Wurstspezialitäten standen auf dem Speiseplan. Nahezu alle deutschen Dialekte waren vertreten, und der internationale Flair mit französisch und switzerdeutsch kam auch nicht zu kurz. Darüber thronte wie immer das berühmte Musherlatein.

Am Samstag ging es dann um 10.00 Uhr los mit den Crossläufern, danach folgten die Velofahrer und die verschiedenen Gespannklassen. Gegen 15.00 Uhr kam auch das letzte Gespann ins Ziel, und im Anschluss wurde noch ein Kinderrennen durchgeführt. Dieser Lauf am Samstag bildete auch den Abschluss der Süddeutschen Meisterschaften mit den Durchgängen 1 und 2 bei den Bayerischen Meisterschaften in Lauf an der Pegnitz (Veranstalter: Fränkischer Schlittenhundesportclub FSSC) und den Durchgängen 3 und 4 beim Bayerncup auf Schloß Scherneck bei Augsburg (Veranstalter: Schlittenhundesport Bayern SSB).

Musherlatein der Superlative gab es ab 16.00 Uhr in der Sauna des Reisenbacher Sportheims. Die schon fast traditionellen Saunagänge immer wieder angereichert mit selbstgemixten Aufgüssen brachten so manchen vermeintlichen Gegner in Schwitzen und aufmerksam und kommentarfreudig wurde den Schlachtplänen für den Winter gelauscht.

Dann ging sie los die Brasilianische Grillnacht. Pünktlich um 19.00 Uhr begann die "Fütterung". Grillspezialitäten und Salate bis zum Abwinken. Nach einer guten Stunde stellte auch der letzte Musher seine Kaubewegungen ein und rieb sich das Bäuchlein.

Ab 21.30 Uhr gab es dann die Siegerehrung der Süddeutschen Meisterschaft. Süddeutsche Meister wurden:
Crosslauf Damen:Ines Schilling, FSSC
Crosslauf Herren:Rainer Weber, RSSV
Velo Damen NRR:Ines Schilling, FSSC
Velo Damen RR:Rachel Courtney, SSB
Velo Herren NRR:Peter Lorenz, FSSC
Velo Herren RR:Markus Rechner, BWSC
2-Hunde-Klasse Jugend:Julia Hartung, FSSC
2-Hunde-Klasse:Dieter Fischer, FSSC
4-Hunde-Klasse NRR:Jeanette Krummrich, FSSC
4-Hunde-Klasse RR:Thomas Knyhala, SSB
6-Hunde-Klasse NRR:Corinna Weinholzner, SSSV
6-Hunde-Klasse RR:Arno Steichler, BWSC
8-Hunde-Klasse NRR:Olaf Krummrich, FSSC
8-Hunde-Klasse RR:Andrea Keller, FSSC

Danach folgten diverse Auftritte (DJ Freddy, Rockband, Tanz- und Showeinlagen u.s.w.) Offizielles Ende 01.00 Uhr, tatsächliches Ende 07.00 Uhr. Ab 08.00 Uhr gab es wie jeden Morgen auf Wunsch ein reichhaltiges Frühstück im Sportheim.
Am Sonntag um 10.30 Uhr ging es dann wieder sportlich mit den Velofahrern weiter, und dann folgten die Gespannklassen. In der Mittagspause fand das Jagdrennen der Crossläufer statt. Das war alles andere als ein Pausenfüller. Einfach Spannung und Begeisterung pur waren die Starts und Zieleinläufe der Crossläufer mit bis zu 2 Hunden. Unter dem Beifall aller Musher und den zahlreichen Zuschauern konnten sie sich auf der 150 Meter langen Zielgeraden gebührend feiern lassen.

Nach den Läufern folgte die 6-Hundeklasse bis schließlich um 14.30 Uhr das letzte A- bzw. O-Gespann startete. Eine Stunde nach dem letzten Zieleinlauf um 16.00 Uhr erfolgte die Siegerehrung, gesponsert durch die Fa. Brockmanns Hundemarke.

Arno Steichler, Rennleiter BWSC


Letzte Aktualisierung: Wed Dec 16 19:42:36 2009